viii. heimweh

by Paul-Henri Campbell


viii. heimweh

arsenal düne kamm sonar heere woge
radar lauern lächeln herren spion arsenal

und trotz alledem unbegreiflich betäubend
das heimweh nach der quelle aller leiden

nächtelang vom aufgehen des ersten sterns
bis zum verblassen des letzten die kindheit

hoffen auf den flüchtigen harten funken
die sternschnuppe aufgerissen das auge

jahrelang trainiert studiert aufs reglement
der kosmonautenschule eingeschworen
ein pfeil

geschliffen von sehnsucht unzähliger geschlechter,
die irdischen schleier die schwere zu durchstoßen

alles zum aufstieg, zum übersteigen der ränder
der welt, zum brechen des banns geopfert und nun
… dies

gefühl, das dumpf ist, dumpfer noch als das
dumpfe im dunkelsten schmerz, heimsuchend

heimsüchtiger noch mit jedem stern den du schluckst,
verschluckender noch desto weiter du dich entfernst

wollen—immer strebend—immer irrend—erfüllen
wollen—immer irrend—immer strebend—erfüllen